🚢Eroberung des Nutzlosen🚢 
nach Motiven von Werner Herzog


16.12.2021

Regie und Bühne 
Mit Eva Lucia Grieser, Alena von Aufschnaiter, 
Adele Vorauer, Paulina Hobratschk 
Musikalische Leitung und Live Musik: Helena Niederstraßer 
Kostüme: Fritz Alm
Dramaturgie: Peter Sampel




„Die Frage, die aber alle beantwortet haben wollten, war: würde ich den Nerv und die Kraft dazu haben, alles noch einmal von vor-ne anzufangen. Ich sagte ja, sonst wäre ich jemand, der keine Träume mehr hätte, und ohne diese würde ich nicht leben wollen.“
– Werner Herzog

Eroberung des Nutzlosen“ ist ein Abend der Aneignung. 4 Performerinnen eignen sich Texte von Werner Herzog an, die dieser, 20 Jahre nach dem Filmdreh zu Fitzcarraldo-aus seinen damaligen Tagebüchern rekonstruiert hat. Eine Bearbeitung der subjektiven Wahrnehmung. Das Buch, „Eroberung des Nutzlosen“, welches die Grundlage für die Inszenierung bildet, erzählt die Geschichte eines Bildes.
Weil es eine große Metapher ist. Werner Herzog wird sich der Arbeitsbedingungen, die ihn erwarten, bewusst gewesen sein, hatte er doch ein paar Jahre vorher „Aguirre“ im selben Land gedreht. Was also will Herzog von dieser Landschaft, diesem Ort über die Optik hinaus? Herzog begibt sich und sein Team bewusst in Gefahr, triebt sich und andere an die Grenzen. Kontrollverlust kann geradezu rauschartige Zustände hervorrufen. Noch wichtiger als der Kontrollverlust ist aber, die Situation wieder „unter Kontrolle“ zu bringen. Das Erleben der eigenen Macht in der Durchsetzung eines Projektes, dass auf so viele Widerstände stößt.
- Peter Sampel